Bourdon

Wegbeschreibung

Der deutsche Soldatenfriedhof Bourdon liegt 18,5 km nordwestlich von Amiens an der Straße Amiens­Abbeville. Über eine Umgehungsstraße umfährt man Amiens und kommt direkt auf die N 1 Richtung Abbeville, bis ca. 4 km vor Flixecourt. Dort biegt man links auf die D 81 ab und erreicht nach ca. 3 km den Friedhof. Cimetiere Militaire Allemand, 16 rue du 8 Mai 1945, 80310 Bourdon

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Wegbeschreibung Routenplanung

49°59'14.80"N; 2° 5'0.73"E

49°59'14.80"N; 2° 5'0.73"E

Gesamtbelegung: 22216 Tote

Frankreich

Ganzjährig geöffnet

Auf dem deutschen Soldatenfriedhof Bourdon ruhen Gefallene aus dem Zweiten Weltkrieg, die überwiegend in der Gegend um den Fluss Somme gefallen sind.

Friedhofbeschreibung

Der deutsche Soldatenfriedhof Bourdon liegt 20 Kilometer nordwestlich von Amiens unmittelbar an der Somme im Norden Frankreichs. Gestaltet hat ihn der Architekt Paul Schmitthenner. Um den Friedhof aus der umgebenden Landschaft hervorzuheben, ist er auf allen Seiten durch eine bis 1,60 Meter hohe Natursteinmauer umschlossen. Durch ein schlichtes eingeschossiges Eingangsgebäude, das die Friedhofsanlage von der Straße abriegelt, betritt man zunächst einen mit Bäumen bepflanzten Hof. Danach folgt ein etwas höher gelegener zweiter Hof, der von einem hohen Mauerring aus Natursteinen gebildet wird und in dessen Mitte sich eine zehn Meter hohe Gedenkhalle erhebt. Der einzige Zugang zum Friedhofsgelände führt durch diesen markanten Rundbau aus Pfälzer Sandstein, der sich an stilistischen Anleihen der geistigen Welt des Mittelalters orientiert. Mehrere Säuleneichen umrahmen den gesamten Komplex und unterstreichen dessen besonderen Charakter.

Im Innenraum der Gedenkhalle steht die überlebensgroße Marmorplastik „Die Mutter“ – geschaffen von dem Kölner Bildhauer Prof. Gerhard Marcks. Sie erinnert von der Form her an die Frauenplastiken der griechischen Antike und soll den Schmerz aller Mütter dieser Welt um ihre im Krieg gefallenen Kinder verkörpern. Eine Öffnung in der Decke und sechs schmale Schlitze im Mauerwerk bringen Licht in den Raum.

Aus der Halle führt der Weg zunächst zu den acht größeren der 62 Gemeinschaftsgräber, bevor man auf das große Gräberfeld gelangt. Dort führt ein breiter Rasenweg zu einem zwölf Meter hohen Holzkreuz. Zu beiden Seiten des Weges erstreckt sich das Gräberfeld. Es ist in 44 Blöcke eingeteilt. Kreuze tragen auf beiden Seiten je drei Namen.

Belegung

Auf dem Sammelfriedhof ruhen 22.216 deutsche Kriegstote, die im Zweiten Weltkrieg im Juni 1940 beim Übergang über die Somme, während der Besatzungszeit verstorben sind oder bei den Rückzugskämpfen Ende August / Anfang September 1944 den Tod fanden. Außerdem zahlreiche deutsche Soldaten, die in Kriegsgefangenschaft verstarben. Die in Bourdon ruhenden Toten wurden aus den Départements Somme, Nord und Pas-de-Calais an diesen Ort umgebettet.

Historie

Im Juni 1940 war die Gegend am Unterlauf und im Küstenbereich der Somme Schauplatz heftiger Kämpfe. Deutsche Truppen stießen in Richtung Ärmelkanal vor und nahmen die Städte Boulogne, Calais und Lille ein. Etwa 400.000 französische und englische Soldaten wurden eingekesselt, rund 300.000 von ihnen sowie einige Tausend belgische Soldaten anschließend auf dem Seewege evakuiert.

1961 begann der Volksbund damit, die deutschen Toten aus Grablagen in den umliegenden Départements zu bergen. Der Friedhof wurde am 16. September 1967 eingeweiht. Der Landesverband Nordrhein-Westfalen des Volksbunds ist Pate dieses Friedhofes.

Besonderheit

Schon während des Ersten Weltkriegs kamen bei Schlachten an der Somme Hunderttausende Menschen ums Leben. Daran erinnern bis heute zahlreiche Friedhöfe der beteiligten Nationen.

Etwa 50 Kilometer östlich von Bourdon liegt die deutsche Kriegsgräberstätte Fricourt (Deutschland). Dort ruhen 17.031 deutsche Soldaten, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind.

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