Bligny

Frankreich
Gesamtbelegung: 4732
49°12'11"N; 03°51'52"E
Département Marne



4.732 deutsche Kriegstote

Erster Weltkrieg

4.640 französische Gefallene ruhen auf dem anschließenden Gräberfeld, 435 britische und 3.550 italienische Gefallene liegen - ca. 3 km südwestlich an der Straße D 380 - auf eigenen Friedhöfen.

Der deutsche Soldatenfriedhof Bligny wurde - gemeinsam mit dem französischen Gräberfeld - nach Kriegsende von den französischen Militärbehörden als Sammelfriedhof angelegt. Aus 37 Gemeinden, hauptsächlich aus dem Raum nördlich und nordwestlich Bligny, wurden die Toten aus provisorischen Feldgräbern und Friedhöfen geborgen und nach hier umgebettet. Ein kleiner Teil der Opfer starb beim deutschen Vormarsch und dem Rückzug von der Marne im August und September 1914. Sehr viel höher waren die Verluste bei der Abwehr der französischen Offensiven im Winter 1914/1915 und im Frühjahr 1917 sowie infolge des deutschen Großangriffs im Mai und der Rückzugskämpfe im Herbst 1918. Viele Opfer starben in Lazaretten, in der Kriegsgefangenschaft oder wurden beim Aufräumen der Schlachtfelder gefunden. Unter den heute hier Ruhenden befinden sich besonders viele Rheinländer, darüber hinaus aber auch solche, deren Heimatgarnisonen in nahezu allen Ländern und Provinzen des damaligen Deutschen Reiches lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. 1928 auf Grund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Dazu gehörten u.a. die Begrünung der Gräberflächen, Pflanzungen von Bäumen und Büschen, das Setzen einer Hecke als Einfriedung, die Einfassung des Gemeinschaftsgrabes mit Mauerwerk aus Naturstein und die Errichtung eines Hochkreuzes aus Naturstein. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung, in deren Rahmen die Gräberfläche neu begrünt und der Baumbestand sowie die Hecke erneuert oder ergänzt wurden, erfolgte im Jahre 1972 der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden. Ferner wurde ein neuer Eingang mit geschmiedetem Tor angelegt.

Von den 4.732 Gefallenen ruhen 3.062 in Einzelgräbern. Von ihnen blieben 31 unbekannt. In den beiden Gemeinschaftsgräbern ruhen 1.670 Tote. Nur 511 sind namentlich bekannt.

Die sechzehn Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen als Kennzeichnung statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
1. (oben) "Hier ruht begraben ... ."

2. (unten) "Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden."

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