Bitola

Mazedonien
Gesamtbelegung: 3406
41°02'09.4"N; 21°19'01.6"E

Wegbeschreibung

Der Friedhof liegt außerhalb der Stadt auf einem Hügel.

In der Herbstschlacht des Jahres 1916 verlief die damalige Frontlinie bei Bitola über den Berg, der später Standort für den Soldatenfriedhof Bitola wurde.


1932 begann der Volksbund mit dem Bau eines zentralen Soldatenfriedhofes in Bitola für die während der Kämpfe in Mazedonien zwischen 1915 -1918 gefallenen Soldaten.

Für die Überlassung eines Friedhofsgrundstückes erhielt die Stadt Bitola im Jahr 1936 vom Volksbund ein Glockenspiel geschenkt, das in den mitten in der Stadt stehenden Uhrenturm eingebaut wurde und das auch heute noch zu bestimmten Zeiten ein mazedonisches Volkslied und das Lied vom „Guten Kameraden“ spielt.

Der Friedhof wird umgrenzt durch eine starke Ringmauer aus Granitblöcken, woraus auch die als Turm gestaltete Eingangshalle errichtet ist. Die kreisrunde Gräberfläche wird umsäumt von einem etwas höher gelegenen Rundgang, begrenzt durch die hohe Mauer. Fast 5 Jahre dauerten die Bauarbeiten, da die schweren Granitblöcke von weither herangefahren werden mussten.

Am 25. Oktober 1936 wurde die Kriegsgräberstätte, in der 3.400 Tote ruhen, eingeweiht. Von einer örtlichen Firma wurde 1969 die Anlage instand gesetzt, da sich im Laufe der Jahre einige Blöcke und große Teile des Mosaiks im Hallendach gelöst hatten. Während die Granitblöcke wieder zusammen gefügt bzw. ersetzt werden konnten, war das Adlermosaik nicht mehr zu retten. Es wurde durch ein heute noch erhaltenes „Sgraffito“ der deutschen Künstler Franz Grau/Josef Eberl ersetzt.

In den 70er Jahren wurde mit dem Bau eines Straßentunnels begonnen, der nun unter dem Berg - leicht versetzt zum Friedhof - hindurch führt.

Da die Anlage leider immer wieder von den in der weiteren Umgebung lebenden Anwohnern aufgesucht wird, die Müll etc. und auch schon Vandalismusschäden an Dach und Friedhofstor hinterlassen haben, wird versucht, zusammen mit der Deutschen Botschaft in Skopje und der Gemeinde Bitola, eine Lösung für dieses langjährige Problem zu finden.

Jedes Jahr zum Volkstrauertag wird hier, gemeinsam mit den Franzosen, der gefallenen Soldaten gedacht.

Wenden Sie sich bei Fragen bitte an die Bundesgeschäftsstelle des Volksbundes in Kassel.