Billy-Montigny

Frankreich
Gesamtbelegung: 2511
50°24'58.5"N; 02°55'01.2"E
Der deutsche Soldatenfriedhof Billy-Montigny wurde im Juni 1915 von der deutschen Truppe angelegt, die hier bis zum April 1918 ihre Toten beisetzte. Über 800 von ihnen fielen in den großen Schlachten im Frühjahr und Herbst 1915; ebenso viele starben infolge der erbitterten Stellungskämpfe des Jahres 1916. Weitere hohe Verluste forderten die alliierten Angriffe im Frühjahr 1917 nördlich Arras und in Artois im Herbst. Die Zahl der Toten, die 1918 im Stellungskrieg oder während der deutschen Offensive im April 1918 ihr Leben verloren, ist demgegenüber realtiv gering. Nach dem Krieg überführten die französischen Militärbehörden die deutschen Gefallenen eines im benachbarten Hénin-Liétard nahezu gleichzeitig angelegten Friedhofes und aus weiteren 16 Gemeindebereichen im Raum nordostwärts Arras.

Die deutsche Truppe stellte als zentrales Mal zunächst ein Kruzifix auf. Später folgte ein aus Naturstein errichtetes Denkmal, das nach dem Kriege seinen oberen Aufbau und die seitlich anschließenden Kollonaden verlor. Es ist nicht bekannt, ob das Denkmal im oberen Teil durch Kampfhandlungen beschädigt worden war.

Die Toten gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Bayern, Baden, Württemberg, Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg, Pommern, Schlesien, Posten, Ost- und Westpreußen sowie in den Hansestädten Hamburg, Bremen und Lübeck lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen

Erste Instandsetzungs- und Ausbauarbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf Grund einer 1926 getroffenen Vereinbarung mit den zuständigen französischen Militärbehörden durch. Dazu gehörten das Pflanzen von Bäumen und Begrünen der Grabflächen. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung

Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung der Anlage erfolgte 1977 der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden. Die 2511 Gefallenen ruhen in Einzelgräbern. Von ihnen blieben 78 ohne Namen.

Die fünf Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten als Kennzeichnung aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:

1.(oben) "Hier ruht begraben ....:."

2.) (unten) "Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden".

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