Berlin-Weißensee, Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee

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52°32'43"N; 13°27'30"E

52°32'43"N; 13°27'30"E
Der jüdische Friedhof in Berlin-Weißensee war und ist mit ca. 116.000 Grabstellen auf 42 ha die eindrucksvolle jüdische Nekropolis der Weltstadt Berlin und der flächenbezogen größte erhaltene jüdische Friedhof Europas. Der 1880 angelegte Friedhof zeugt mit einer Vielzahl bedeutender und aufwendiger Grabmale wie mit den Grabfeldern für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft von Glanz und Elend der Berliner jüdischen Glaubens. Am 27. Juni 1927 wurde auf dem Friedhof ein Ehrenfeld für die im Ersten Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten eingeweiht. Dieses von einer übermannshohen Kalksteinmauer umgebene 90 x 49 m große Ehrenfeld besteht aus einem rechteckigen unteren Parterre sowie aus einem halbrunden oberen Parterre, getrennt durch eine Stützmauer mit eingezogener Treppe. In der Mitte des oberen Parterres steht ein 3 m hohes Denkmal aus Muschelkalkstein, das einen monumentalen Altar darstellt. Beide Parterres sind als Rasenflächen angelegt und die einzelnen Grabstätten sind durch einheitliche, sehr schlichte Grabsteine gekennzeichnet. In der Zeit zwischen 1933 und 1945 ist das vordem blühende jüdische Leben Berlins durch die nationalsozialistische rassistische Ausrottungspolitik fast vollständig vernichtet worden. Die Opfer des systematischen Ausmordens jüdischer Menschen konnten ihre letzte Ruhe auf einem der Berliner jüdischen Friedhöfe nur finden, soweit sie in Berlin zu Tode gekommen sind. Von allen in den Konzentrationslagern Ausschwitz, Buchenwald, Dachau, Mauthausen, Ravensbrück und Sachsenhausen ermordeter Juden sind nur 809 Urnen in einem eigens eingerichteten Urnenfeld beigesetzt worden. Vielen Opfern, denen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ein würdiges Begräbnis verwehrt wurde, konnte nur noch durch das Einmeißeln ihrer Namen in die Grabsteine ihrer Familien gedacht werden.

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