Berlin-Pankow, Sowjetisches Ehrenmal Schönholzer Heide

Das sowjetische Ehrenmal in der Schönholzer Heide wurde 1947 bis 1949 auf einer Fläche von 2,8 ha errichtet und am 7. November 1949 eröffnet. Die Anlage wurde von der sowjetischen Architektengruppe aus Konstantin A. Solowjow, M. D. Belawenzew, W. D. Koroljow und dem Bildhauer Iwan G. Perschudtschew gestaltet. Ab Ende des 19. Jahrhundert war die Schönholzer Heide ein beliebtes Ausflugsziel, doch während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft war sie Standort des zweitgrößten Berliner Zwangsarbeiterlagers, des „Luna-Lagers“.

Auf dem Gelände des Ehrenmals wurden ca. 13.200 (darunter auch 120 Frauen) der ca. 80.000 in der Endphase des Zweiten Weltkriegs gefallenen Rotarmisten sowie gestorbene sowjetische Kriegsgefangene bestattet. Damit ist das Ehrenmal Schönholzer Heide nicht nur das dritte, sondern vor allem größte sowjetische Ehrenmal in Berlin. Die Integration und durch eine Tafel Erwähnung von Kriegsgefangenen stellt eine Besonderheit dar, da unter Stalin Kriegsgefangene als potenzielle Kollaborateure angesehen wurden; viele befreite Rückkehrer mussten in der Sowjetunion Repressalien oder gar weitere Lagerhaft erdulden.

Nur ca. ¼ der hier Bestatteten konnte identifiziert werden; ihre Namen sind auf 142 Grabtafeln verewigt. Zwischen 2010 und 2013 wurde das Ehrenmal maßgeblich saniert.


(Martin Bayer, 20.04.2020)

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