Ben M'Sik

Marokko
Gesamtbelegung: 344
33°34'44.81"N; 7°34'34.27"W

Wegbeschreibung

Die A3 an der Abfahrt Ben M'Sik auf die "Route des Oulad Ziane" verlassen. Ca. 300 m nach der Abfahrt die "Route des Oulad Ziane" rechts in Richtung Ben M'Sik verlassen. Nach weiteren 300 m rechts abbiegen auf den "Boulevard Aba Chouaib Doukali". Nach 250 m liegt links hinter einer Kreuzung der Europäerfriedhof Ben M''Sik. Vom Haupteingang aus folgt man dem Hauptweg ca. 350 m um die Kriegsgräberstätten der verschiedenen Nationen zu erreichen. Nach Passieren der französischen Gräberfelder liegt das deutsche Gräberfeld auf der linken Seite. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der versicherungsrechtlichen Lage wird dringend empfohlen, die deutschen Kriegsgräberstätten mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus oder Taxi) zu besuchen (siehe auch "Reisehinweise Auswärtiges Amt").

In Marokko fielen während des Ersten Weltkrieges 120 deutsche Soldaten und 224 während des Zweiten Weltkrieges. Ihre Gräber befanden sich in insgesamt 20 Orten, darunter Casablanca/Ben M’Sik, Rabat, Meknes und Marrakesch. Da die Sicherung des dauernden Ruherechts dieser insgesamt 344 Kriegstoten aufgrund der verstreuten Grablagen im Laufe der Jahre nicht gewährleistet erschien, beschloss der Volksbund die Errichtung einer zentralen Anlage, die die Voraussetzung für Pflege und Erhaltung der deutschen Gräber in Marokko schaffen würde. Für diesen Zweck bot sich ein geschlossenes Gräberfeld auf dem Europäer-Friedhof in Casablanca/Ortsteil Ben M’Sik an, auf dem in früheren Jahren schon Einbettungen stattgefunden hatten und dessen Größe weitere Zubettungen erlaubte.


Erste Kontaktaufnahmen des Volksbundes mit den marokkanischen Behörden gehen bereits auf das Jahr 1967 zurück, blieben zunächst jedoch erfolglos. Nach jahrelangen kontinuierlichen Bemühungen konnte die Frage der Zusammenbettung der deutschen Kriegstoten endlich geklärt werden.

Ein Notenwechsel im Juli 1978 zwischen den Regierungen beider Länder bildete schließlich die Rechtsgrundlage für die Arbeiten. Noch im Herbst 1978 begann die Umbettung von insgesamt 155 Gefallenen, zumeist an Ort und Stelle bestattet.
Nach Abschluss der Umbettungen im Dezember 1978 begann Anfang 1979 die gärtnerische Neugestaltung des Friedhofes, der eine Fläche von ca. 1.400 Quadratmeter umfasst. So wurde das Gräberfeld mit Kantensteinen neu eingefasst und mit Pflanzrasen aus Bermudagräsern begrünt. Die vorhandenen Wege sowie der Zugang wurden ausgebessert und befestigt, die Rahmenpflanzung überarbeitet.

Neben den auf der Anlage befindlichen kanarischen Dattelpalmen und Feigenbäumen geben blühende Wildpflanzen der Macchie, eine charakteristische Vegetationsform des Mittelmeergebietes, dem Friedhof seine besondere Prägung. Als bodendeckende Pflanzen wurden Efeu, Lavendel und Mesembryanthemum, weiterhin die Kletterpflanzen Bougainvillea und eine Vielzahl von Sträuchern wie Pistazienstrauch, Oleander, Lorbeer, Johannisbrotbaum, Zistrosen und die Zwergpalme verwendet.

Die Gräber der 344 Gefallenen wurden anschließend durch dauerhafte Natursteinkreuze mit jeweils einem oder zwei Namen gekennzeichnet. Ein Gedenkstein am Eingang zum Gräberfeld trägt in deutscher, französischer und arabischer Sprache die Inschrift:


IN DIESER GRÄBERSTÄTTE
RUHEN 344 DEUTSCHE SOLDATEN

1914 – 1918

1939 – 1945


Nach der endgültigen Fertigstellung im Frühjahr 1979 wurde die Anlage am 30. Mai 1979 eingeweiht.

Neben den 344 deutschen Soldaten sind auf dem Friedhof Ben M’Sik in Casablanca auf weiteren Gräberfeldern französische und britische Gefallene sowie europäische Zivilisten bestattet.

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