Beauvais

Frankreich
Gesamtbelegung: 1597
49°26'59.38"N; 2°3'54.28"E

Wegbeschreibung

Der deutsche Soldatenfriedhof Beauvais liegt an der nördlichen Peripherie der Stadt, 500 m westlich der Nationalstraße 7 nach Calais in der Südecke des Brule Waldes. Er ist auf einer kleinen Nebenstrecke (Abzweigung von der Nationalstraße nach Calais an der Kirche "Notre Dame du Thil") zu erreichen. Bitte genau auf die Hinweisschilder achten!Adresse Friedhof: Rue de la Mie au Roy, 60000 Beauvais

Die deutsche Kriegsgräberstätte Beauvais wurde im Sommer 1942 vom Gräberdienst der Deutschen Wehrmacht durch Zusammenbettung von Gefallenen des Frankreichfeldzuges 1940 aus den Räumen Oise, Somme und der unteren Seine angelegt. Weitere Zubettungen erfolgten durch den französischen Gräberdienst in den Jahren 1946 und 1947. Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens (1954) begann der Volksbund im Juli 1961 mit dem Ausbau der Anlage.


Vom Stadtzentrum Beauvais aus führt westlich der Straße nach Calais eine Nebenstraße zu der am Südrand des Bois brulé gelegenen Kriegsgräberstätte. Über eine steinerne Treppe erreicht der Besucher die schmale Pforte des Eingangsgebäudes. Es besteht aus rötlichem Mainsandstein und ist mit Kupferblech abgedeckt. An der Wand der Gedenkhalle steht in großen Lettern der Spruch:

„Gedenket der Toten! – Verwandelt euch!

An zwei Seiten ist die Kriegsgräberstätte von Wald umsäumt, an der Eingangsseite sowie im Südosten wird sie von einer Sandsteinmauer begrenzt. Das Gräberfeld ist mit Rasen bewachsen und an den Randstreifen mit Büschen und einzelnen Baumgruppen bepflanzt. Im hinteren Drittel des langgestreckten Geländes erhebt sich ein 3,50 Meter hohes, steinernes Kreuz. Die Gräber sind zum überwiegenden Teil durch Pultsteine mit Namen und Lebensdaten von je zwei Gefallenen gekennzeichnet. Zur Waldseite hin wurden 80 Zentimeter hohe Stelen mit je vier Namen aufgestellt.

Am 4. Juli 1964 wurde die Kriegsgräberstätte, auf der 1 597 Gefallene des Zweiten Weltkrieges ruhen, der Öffentlichkeit übergeben.

Sehenswürdigkeiten
Etwa 50 Kilometer südöstlich des Friedhofes liegt die Stadt Compiègne mit über 40 000 Einwohnern. Sie hat für Deutschland und Frankreich eine besondere Bedeutung. Sehenswert ist das Schloss am großen Place du Palais, das für Ludwig XV. errichtet wurde. Es ist heute ein Nationalmuseum. Südlich des Schlossparkes erstreckt sich der Wald von Compiègne. Im Nordostteil des Waldes (sechs Kilometer von Compiègne) liegt die Clairiere de l'Armistice, eine Waldlichtung, auf der am 8. November 1918 Marschall Foch in seinem Salonwagen die deutschen Bevollmächtigten empfing, die am 11. November hier die Waffenstillstandsbedingungen unterzeichneten. In dem während des Zweiten Weltkrieges zerstörten Originalwaggon wurde auch 1940 der deutsch-französische Waffenstillstand unterzeichnet. In einem Bau am Rande der Lichtung ist ein Nachbau des Salonwagens zu besichtigen. Zwischen der Stadt Compiègne und dem Bremer Landesverband des Volksbundes besteht seit vielen Jahren ein enger Kontakt. Er entwickelte sich von 1961 an, als erstmals in Compiègne ein Volksbund-Jugendlager zur Pflege der deutschen Kriegsgräber eingerichtet wurde.

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