Bauvin

Frankreich
Gesamtbelegung: 2211
50°30'60"N; 2°53'38"E
Département Nord


Erster Weltkrieg

2.211 deutsche Kriegstote

7 russische Kriegstote

1 portugiesischer Kriegstoter

2 Gefallene der k.u.k. Österr.-Ung. Armee

Der deutsche Soldatenfriedhof Bauvin wurde im Juni 1915 im Verlauf der schweren Abwehrkämpfe im Gebiet zwischen Armentières und Lens von der deutschen Truppe angelegt. Aus dieser Zeit liegen mehr als 500 Tote auf diesem Friedhof. Etwa 200 Soldaten verloren ihr Leben im Herbst 1914 und wurden später hier zugebettet. Weitere fast 600 starben 1917 infolge der alliierten Großangriffe bei Arras und in Flandern und mehr als 300 während des deutschen Angriffs im März/April 1918 sowie des anschließenden Stellungskrieges bis zur Räumung des Gebietes im Oktober 1918.
In den Jahren 1921 und 1923 nahmen die französischen Militärbehörden aus sieben umliegenden Gemeindebereichen umfangreiche Zubettungen vor. Die jetzt hier Ruhenden gehörten 63 Infantrie- und 13 Artillerie-Regimentern sowie zahlreichen anderen Truppenteilen (Minenwerfer, Sanitätsdienst, Nachschub, Flieger etc.) an und hatten ihre Heimatgarnisonen in Thüringen, Sachsen, Oldenburg, Hannover, Westfalen, Baden, Bayern, Ostfriesland, Brandenburg, Schleswig-Holstein, im Rheinland sowie in den Hansestädten Bremen, Hamburg und Lübeck.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer im Jahre 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Unter anderem wurde das Gräberfeld begrünt und mit einer Hecke eingefasst. Die Pflanzung von 300 Bäumen, 5900 Wildrosenstöcken und zahlreichen anderen Sträuchern sowie der Bau eines neuen Einganges folgten. Allerdings musste das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst noch ungelöst bleiben.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung der gesamten Anlage erfolgte 1978 der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus belgischem Granit mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden.

Alle 2.211 Gefallenen ruhen in Einzelgräbern. 31 von ihnen blieben ohne Namen.

Die neun Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
1. (oben) "Hier ruht begraben ... ."

2. (unten) "Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden."

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