Assevent

Frankreich
Gesamtbelegung: 393
50°17'30"N; 04°01'06"E
Aufnahmen: Fritz Braun


Département Nord 393 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg


Auf dem angrenzenden französischen Gräberfeld ruhen 556 Gefallene in Einzelgräbern und 487 in einem Gemeinschaftsgrab. Ferner ruhen auf dem Friedhof 7 britische und 51 russische Soldaten in Einzelgräbern sowie eine unbekannte Zahl Russen in einem Gemeinschaftsgrab.

Der deutsch-französische Soldatenfriedhof Assevent wurde im August 1914 während der Belagerung der Festung Maubeuge durch die deutschen Truppen angelegt und bereits während des Krieges weitgehend ausgebaut. Das zentrale Mal entstand in dieser Zeit ebenso wie der wuchtige Eingang mit dem schmiedeeisernen Tor. Die Gräber erhielten als Kennzeichnung Grabstelen mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden. Die meisten von ihnen starben bei den Belagerungskämpfen um die Festung Maubeuge. Im Verlauf der Kriegsjahre wurden Verstorbene, Verwundete und Angehörige der Etappendienste ebenfalls auf dem Friedhof beigesetzt, insbesondere im letzten Halbjahr 1918 als Opfer der Rückzugsgefechte in den Monaten Oktober und November. Die Toten des Jahres 1914 gehörten Truppenteilen an, deren Heimatstandorte am Niederrhein, in Westfalen und Brandenburg lagen. Die Toten von 1918 hatten ihre Heimatgarnisonen in Hessen, Baden und Elsaß-Lothringen. Nach Kriegsende betteten die französischen Militärbehörden weitere Tote - darunter 120 deutsche - aus 22 Gemeindebereichen im Umkreis von bis zu 70 Kilometern auf dem Friedhof zu.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Instandsetzungs- und Ausbauarbeiten nahm der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf Grund einer im Jahre 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung vor. Hierbei handelte es sich insbesondere um Ergänzung des Baumbestandes und der Hecken. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber der später Zugebetteten infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Zweiten Weltkrieges in Frankreich beginnen. 1970 haben der Volksbund und das zuständige französische Ministerium einen gemeinsamen Plan für den Ausbau des Friedhofes Assevent entwickelt.

Von den 393 Gefallenen ruhen 359 in Einzelgräbern. Von ihnen blieben 10 unbekannt. Von den 34 Opfern in zwei Gemeinschaftsgräbern blieben 21 ohne Namen. U.a. erhielten die Gräber der Zugebetteten eine Grabstele mit eingravierten Namen und Daten, die in der äußeren Form den Stelen entspricht, die bereits im Ersten Weltkrieg Verwendung fanden.

Das Grab eines Gefallenen jüdischen Glaubens erhielt aus religiösen Gründen als Kennzeichnung eine Grabstele in besonderer Form. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
1. (oben) "Hier ruht begraben... ."

2. (unten) " Möge seine Seele eingebunden sein in den Kreis der Lebenden."


2014 wurde der Ehrentempel mit einer Statue darin saniert.

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