Aschersleben

Deutschland
Gesamtbelegung: 675
51°45'23.32"N; 11°28'25.14"E
Eingangs des städtischen Friedhofs in der Schmidtmannstraße ruhen in einem Ehrenhain fünf Rotarmisten und 139 sowjetische Zwangsarbeiter, darunter 42 Kinder. Auch 68 aus Belgien, Frankreich, Italien, Jugoslawien und der Tschechoslowakei verschleppte Zivilisten, die bei den o.g. Junkerswerken eingesetzt waren, wurden hier beigesetzt sowie 21 aus der Umgebung umgebettete Polen. Auf Veranlassung der sowjetischen Militärkommandantur wurde hier eine Arbeit des Bildhauers Rudolf Herbst eingeweiht. Auch ein Ehrenmal für die ums Leben gekommenen Gegner des Nationalsozialismus aus Aschersleben sowie für sechs einem Evakuierungsmarsch angehörende unbekannte KZ-Häftlinge (...), die am 13. April 1945 auf dem Friedhofsgelände erschossen und hier beigesetzt wurden, befindet sich auf dem Friedhof. Es wurde 1974 neu gestaltet.


Quelle: S. Endlich und N. Goldenbogen, Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus, Band II. Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 1999.