Andilly

Frankreich
Gesamtbelegung: 33123
48°45'17.57"N; 5°54'29.42"E

Wegbeschreibung

Etwa 10 km nördlich von Toul. Von Toul auf der D 904 bis Menil­la­Tour (11 km), hier rechter Hand zum Dorf Andilly, danach auf der D 10 etwa 3 km zum Friedhof. Dem Wegweiser folgen!

33 123 Gefallene ruhen in Andilly


Die deutsche Kriegsgräberstätte liegt im französischen Département Meurthe-et-Moselle, etwa 12 Kilometer nördlich der Stadt Toul, und ist die größte des Zweiten Weltkrieges in Frankreich.

In der Gemarkung des kleinen Ortes Andilly, der kaum 250 Einwohner zählt, begann am 12. September 1944 der amerikanische Gräberdienst mit der Einbettung eigener und deutscher Gefallener. Es handelte sich dabei zunächst um Tote, die im Raum westlich von Metz gefallen waren. So entstand der „US Temporary Cemetery Andilly“ für 3 400 amerikanische und 5 000 deutsche Soldaten.

In den Jahren 1945/46 legte der amerikanische Gräberdienst in St. Avold einen endgültigen Friedhof für seine Gefallenen an und überführte alle auf provisorischen Anlagen Bestatteten, darunter auch die Toten von Andilly, auf diese Anlage. Es kamen 575 Gefallene aus St. Avold und 4 891 aus Epinal-Dinoze, so dass die Zahl der in Andilly ruhenden Soldaten auf 11 000 anstieg.

Im deutsch-französischen Kriegsgräberabkommen vom Jahre 1954 wurde vereinbart, dass Andilly als endgültige deutsche Kriegsgräberstätte bestehen bleibt. Zubettungen begannen im Jahre 1957 aus den Départements Nievre, Saône-et-Loire, Côte d'Or, Haute-Marne, Jura, Doubs, Haute-Saône, Vosges, Belfort, Meuse und Meurthe-et-Moselle. Bei den Umbettungsaktionen mit einer planmäßigen Durchsuchung des gesamten Geländes wurden fast 2 000 bis dahin in der Grablage unbekannte deutsche Tote, vor allem in den Vogesen, gefunden.

Nach Abschluss der Umbettungsarbeiten im Frühjahr 1961 begann die landschaftsgärtnerische und bauliche Gestaltung des Friedhofes. Ein Wall, der mit Sträuchern bepflanzt ist, bildet eine dauerhafte Einfriedung. Verstreut stehende Baumgruppen und ein dichter Kranz von Bäumen rund um den Friedhof verleihen diesem bereits heute den Charakter eines lichten Haines. Durch eine kunstgeschmiedete Tür im Eingangsbau betritt der Besucher den Friedhof und hat von hier aus einen weiten Blick über das Gräberfeld. Links liegt die Ehrenhalle, deren Nischenwand das Mosaik von drei trauernden Soldaten zeigt.

Der Altarstein davor trägt die Inschrift: „33 085 deutsche Soldaten sind auf diesem Soldatenfriedhof zur letzten Ruhe gebettet“. In einer Nischenwand steht ein Kreuz, das einst auf der deutschen Kriegsgräberstätte Pouxeux gestanden hatte. Deutsche Kriegsgefangene hatten es für ihre toten Kameraden geschnitzt. Auf der rechten Seite, in einem kleinen Raum, liegen in einem Schrein die Namenbücher der hier Bestatteten aus.

Der Friedhof wurde am 29. September 1962 eingeweiht.

Es erfolgen weiterhin Zubettungen.


Öffnungszeiten:
Im Sommer von 8.00 bis 17.30 Uhr
Im Winter von 8.00 bis 17.30 Uhr