Oignies

Wegbeschreibung

76, rue des 80 Fusillés (D160)

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Wegbeschreibung Routenplanung

50°28'14"N; 2°59'05"E

50°28'14"N; 2°59'05"E

Gesamtbelegung: 743 Tote

Frankreich

Département Pas-de-Calais 727 deutsche Kriegstote1342 französische Kriegstote 25 russische Kriegstote Erster Weltkrieg Der deutsch-französische Soldatenfriedhof Oignies wurde von der deutschen Truppe im Oktober 1915 als Teil des Gemeindefriedhofes für die Aufnahme einer damals noch geringen Zahl von Toten eingerichtet. Das Dorf war nach seiner Besetzung 1914 bis zum Rückzug der Deutschen im September 1918 Etappen- und Lazarettort. Über 500 der hier Bestatteten erlagen alleine im Jahre 1917 in den Lazaretten ihren Verletzungen. Die Opfer stammen von britischen Großangriffen im Frühjahr zwischen Arras und Lens, im Herbst nördlich von Lens sowie des erbitterten Stellungskrieges. Weitere fast 100 der Toten kamen infolge der Kämpfe im Frühjahr 1918 hinzu. Der Friedhof erhielt noch in der Kriegszeit eine Umfassungsmauer und das Gräberfeld eine Bepflanzung mit Büschen und Bäumen. Die Toten gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Pommern, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Oberschlesien, Sachsen, Westfalen, und Hessen-Nassau lagen. Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen Erste Instandsetzungsarbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf Grund einer 1926 getroffenen Vereinbarung mit den zuständigen französischen Militärbehörden aus. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst. Endgültige Gestaltung Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung, erfolgte im Jahre 1979 der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Die Bundeswehr übernahm den Antransport der für das Aufstellen der Metallkreuze erforderlichen 35 Kilogramm schweren Betonfundamente, die zumeist von Teilnehmern an Jugendlagern des Volksbundes an den Gräbern versetzt wurden. Alle 727 deutschen Gefallenen ruhen in Einzelgräbern. Bei den 25 russischen Toten handelt es sich um Kriegsgefangene. Die drei Gräber Gefallener jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:1. (oben) "Hier ruht begraben ... ."2. (unten) "Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden." Pflege: Der Friedhof wird ständig durch den Pflegedienst des Volksbundes betreut.

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