Cernjachovsk

Russland
Gesamtbelegung: 6930
54°37'20.99"N; 21°49'17.80"E

Wegbeschreibung

Von Königsberg/Kaliningrad die A 229 Richtung Kiew, nach 1,5 Stunden Autofahrt ist Insterburg/Cernjachovsk erreicht. Dort an der ersten großen Ampelkreuzung rechts abfahren. An den Bahngleisen entlang, dann durch den ersten Bahntunnel die A 197 Richtung Krylovo. Am Ende des Stadtkerns auf der linken Seite direkt an der A 197 befindet sich die Kriegsgräberstätte.

Am Stadtrand von Insterburg entstand innerhalb des ehemaligen Zivilfriedhofes, auf dem 556 Deutsche, fünf Rumänen und 165 Russen, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind, ruhen, ein Sammelfriedhof für deutsche Gefallene aus dem östlichen Teil des ehemaligen Ostpreußens. Der Friedhof hatte ursprünglich eine Größe von etwa 17.000 Quadratmetern. Wegen der großen Zahl zu erwartender Zubettungen wurde die Anlage auf etwa 27.000 Quadratmeter Fläche erweitert.

In der Zeit von 1942 bis 1948 wurden hier über 2.100 Gefallene bestattet. Bisher haben hier 6.930 Gefallene ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die Namen von 5.321 Toten sind auf Stelen verzeichnet. Der Friedhof wurde am 6. Juli 1996 eingeweiht.


Der Besucher betritt den Friedhof durch ein eisernes Tor, welches beidseitig von einer Mauer begrenzt ist. Vom Eingang führt ein befestigter Weg zum Gedenkplatz, der von den Fundamentresten der ehemaligen Friedhofskapelle umfasst ist. Auf liegenden Schrifttafeln werden die Namen der bereits während des Zweiten Weltkrieges hier beigesetzten Gefallenen genannt. Die beiden neben dem Gedenkplatz aufgestellten Hochkreuze aus Holz stehen für verschiedene Glaubenskonfessionen.

Hinter dem Gedenkplatz sowie links vom Hauptweg erstrecken sich die Gräberfelder mit den Toten des Zweiten Weltkrieges. Die Flächen sind mit Symbolkreuzen aus Granit gekennzeichnet. Die Namen der Toten sind auf Namenstelen in alphabetischer Reihenfolge blockbezogen genannt.

Auf dem Friedhofsteil des Ersten Weltkrieges sind noch einige ursprüngliche Grabzeichen erhalten geblieben. Daneben kennzeichnen Kreuzgruppen aus Granit die Flächen mit den russischen Gefallenen.



In der Stadt Cernjachovsk gibt es das private historische Museum von Herrn Janowski. Hier sind u. a. die Namenbücher für Mamonovo und Cernjachovsk sowie das Namenbuch für den Kaliningrader Oblast untergebracht. Es beherbergt zahlreiche Ausstellungsstücke für den Ersten und Zweiten Weltkrieg, u. a. wohl auch die einzige deutsche Feldküche des Ersten Weltkrieges auf russischem Territorium.

Adresse: Krupskoi St. 6, Cernjachovsk

Hier die Anschrift und Öffnungszeiten des o. g. Museums:

Geschichtsmuseum Cernjachowsk
Krupskaja Str. 9/11
Geöffnet: 10 bis 17 Uhr (außer Montags)

Frau Klimowa - Mitarbeiterin des Museums (spricht Deutsch)

Tel.: 007 401 413 2072
Handy: 007 911 859 8211

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