Bukarest Pro Patria

Rumänien
Gesamtbelegung: 3957
44°24'00.57"N; 26°06'17.32"E
Der deutsche Soldatenfriedhof "Pro Patria" in Bucuresti (Bukarest) ist einer von vier Friedhöfen, die an der Straße "Sosea Oltenitei" liegen. Der Friedhof wurde in den Jahren 1917/18 nach den Plänen des Gartenarchitekten Lange (Swinemünde) gebaut, der dem Oberkommando des General v. Mackensen zugeteilt war. In mehreren Gräberblöcken und zwei kleinen Gruftanlagen ruhen über 3.900 deutsche Gefallene und Lazaretttote aus dem Jahr 1917. In einigen Parzellen ruhen auch ausländische Kriegstote der seinerzeit mit dem Deutschen Reich verbündeten Nationen. Während des Zweiten Weltkrieges wurden in den freien Parzellen des Friedhofes wiederum deutsche Soldaten bestattet. 1.616 Tote des Zweiten Weltkrieges ruhen in Einzel- und zwei Gemeinschaftsgräbern.

Das am Ende des Hauptweges gelegene und noch erhaltene steinerne Ehrenmal trägt die fünfsprachige Inschrift "Vaterland ehre deine Helden". Die Einzelgräber waren ursprünglich mit Eichenholzkreuzen versehen, die später durch Steinkreuze ersetzt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Zustand des Friedhofes immer schlechter; so waren bald nur noch die teilweise umgestürzten Grabsteine des 1. Weltkrieges vorhanden.

Erst nach langen, schwierigen Verhandlungen mit dem rumänischen Außenministerium und der Stadt Bukarest konnte der Volksbund 1985 mit den Instandsetzungsarbeiten dieses mittlerweile verfallenen Friedhofes beginnen, die 1986 abgeschlossen wurden. Alte Gedenksteine wurden renoviert, neue Grabkreuze mit den Namen und Daten der Toten, die auf kleinen Metalltafeln festgehalten sind, aufgestellt.

2008 wurden für weitere im Zweiten Weltkrieg in und in der Umgebung von Bukarest bestattete deutsche Soldaten neue Gräber angelegt. Deren sterbliche Überreste sollen in den nächsten Jahren hierher umgebettet werden.

Mit dem Inkrafttreten des Kriegsgräberabkommens zwischen den Regierungen Deutschlands und Rumäniens im Dezember 1997 wurde die rechtliche Grundlage für die heutige Kriegsgräberfürsorge in beiden Ländern geschaffen. Vom Volksbund werden weitere Soldatenfriedhöfe aus dem I. Weltkrieg instandgesetzt und die gefallenen deutschen Soldaten des II. Weltkrieges aus den Ursprungsgrablagen geborgen und auf Sammelfriedhöfe überführt.

Zur Erhaltung und Pflege der Anlage ist der Volksbund auf Spenden und Beiträge angewiesen. Junge Menschen aus vielen Ländern Europas helfen in internationalen Jugendcamps bei der Pflege der Gräber und bauen durch ihr Engagement Brücken der Verständigung.

Öffnungszeiten:
Friedhof ist verschlossen, bei Privatreisen bitte vorher beim Volksbund in Kassel Reisedaten mitteilen, um Besuch zu gewährleisten.

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