Berlin - Charlottenburg, Luisenkirchhof I

Deutschland
Gesamtbelegung: 257
52°31'4"N; 13°19'0"E

Wegbeschreibung

Guerickestr. 5-9, 10578 Berlin

Der älteste der drei Luisenfriedhöfe ist 1815 außerhalb der Stadtgrenzen Charlottenburgs angelegt worden, um die Bevölkerung vor vermeintlich gefährlichen "mephitischen Dünsten" zu schützen. Er hat frühere Begräbnisstätten ersetzt, die sich auf dem Hof der Kirche von Lützow (heute Alt Lützow) und im Bereich der heutigen Warburgzeile und Loschmidtstrasse befunden haben.

Auf Betreiben des Charlottenburger Bürgermeisters Otto Ferdinant Sydow wurde der am Schloß Charlottenburg tätige Kgl. Hofgärtner George Steiner (1774-1834), der in der Berliner Gartenkunst eine führende Rolle spielte, mit der Gestaltung der Kirchhofsanlage betraut.

Von der ursprünglichen, einem Landschaftsgarten ähnlichen Anlage mit "großen Rondels und Ovals" ist leider nicht mehr viel erhalten. Große Veränderungen hat sie durch Erweiterungen, Geländeabtretungen an das Kaiserin-Augusta-Gymnasium und an die Evangelische Schule sowie durch Schäden im Zweiten Weltkrieg erhalten.

Auf dem Luisenfriedhof I sind zahlreiche alteingesessene Charlottenburger Familien bestattet. Die Grabstätten einiger von ihnen, wie die der Familien des Werner von Siemens, sind nach einer temporären Schließung des Kirchhofs nach Stahnsdorf verlegt worden.

Eine unerwartete Berühmtheit hat der Kirchhof 1930 erlangt, als die "Meisterdiebe von Berlin", die Gebrüder Franz und Erich Sass, ausgerecht hier den Millionenraub, aus der Disconto Gesellschaft in der Kleiststraße, zu verstecken suchten.

Quelle: Kirchhofsverwaltung der ev. Luisengemeinde

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